Der Berghaus Atlas, ein riesen Geschütz von Rucksack. Der Nachfolger des Berghaus Vulkan ist in der Bundeswehr beliebt wie kein zweiter. Robust, simpel und relativ bequem zu tragen. Mit 110l Fassungsvermögen ein echtes Monster.

Fernspäher, Fallschirmjäger und sogar das KSK vertrauen auf ihn.

Hier stelle ich euch diesen Rucksack mal etwas genauer vor.

 

Der erste Eindruck täuscht nicht: er ist wirklich so groß! 110l Fassungsvermögen sollen ja auch irgendwo reinpassen.

110l Fassungsvermögen erreicht er natürlich nur incl. Seitentaschen. Der Hauptrucksack hat etwa 80l. Der Atlas ist in einem dienstlich nutzbaren oliv gehalten, das allerdings eher ein gelboliv ist, wie es bei den Briten oder Dänen öfter vorkommt. Die Deutschen nutzten da eher das steingrau-oliv.

Mein Rucksack den ich hier für die Fotos heranzog ist allerdings nicht von Berghaus, sondern von der LHBw gefertigt. Er ist aber bis ins Detail baugleich.

Der Deckel ist in der Höhe durch vier Gurte verstellbar und an Beladung anpassbar. Auf der Oberseite befinden sich Laschen, um dort Ausrüstung mittels Spanngurten befestigen zu können. Unter den Laschen ist ein großes Reißverschlussfach. Im Inneren ein weiteres Fach.

 

Unter dem Deckel befindet sich der Hauptzugang zum Rucksack. Er ist mit einer sehr großen Schneeschürtze verschlossen, so dass kein Schnee, Ungeziefer oder Regen eindringen kann. Die Schneeschürtze wird mittels eines Tanka zugezogen. Ein Spanngurt wird über das gesamte Fach gezogen und sichert den Inhalt, oder den aufgeschnallten Berghaus Munro nochmals. Auf diesem Gurt gleitet auch der Deckel, der durch einen Ring an diesem gehalten wird.

 

Auf der gegenüberliegenden Unterseite des Atlas befindet sich der zweite Zugang. Er dient ebenfalls als Schlafsackfach, das durch einen zweiseitigen Reißverschluss zu erreichen ist. Im Inneren befindet sich nochmals eine Schneeschürtze um den Inhalt des Hauptfaches nochmals zu schützen.

 

Unter dem Bodenfach befinden sich noch zwei Ösen, um den Rucksack am Sprunggeschirr zu befestigen oder um andere Ausrüstung anzubringen. Die beiden Kompressionsriemen können wunderbar genutzt werden um eine Isomatte zu befestigen.

Das Tragesystem besteht aus zwei eingenähten Aluprofilen, die die Traglast besser auf den Rücken verteilen sollen. Der Rücken selbst ist gepolstert und sehr bequem aufgebaut. Eine eingefasste Rille für die Wirbelsäule schont den Rücken und belüftet angenehm.

Der Beckengurt ist stabil und schwer gepolstert, so dass man ihn auch getrost fest ziehen kann. Der Rucksack verfügt ebenfalls über ein Schnell-Abwurf-System. D.h., dass man den Beckengurt und die Schultergurte mittels Fastex und einer großen Schnalle schnell abwerfen kann. Sollte der Trupp angeschossen werden oder der Rucksack/die enthaltene Munition brennt, kann man sich schnell davon entledigen. (Was mir auch schon die Haut gerettet hat )

Die Seitentaschen sind, wie bei allen Berghaus-Rucksäcken, PLCE Kompatibel. Das bedeutet, dass man die Seitentaschen abnehmen und sie miteinander verbunden als Rucksack tragen kann. Außerdem passen alle PLCE kompatiblen Taschen an die Seite. Sie werden mit zwei Reißverschlüssen befestigt und mit zwei zwischen den Reißverschlüssen quer liegenden Gurten fixiert.

 

Ich würde euch gern die Montage der Seitentaschen zum Kleinrucksack zeigen, aber ich hab die Schultergurte nicht mehr (Verlustmeldung).

Alles in allem ein toller Rucksack, und für ca. 180€ auch noch im Rahmen des erschwinglichen.